Thermoelementdurchführungen

Thermoelement-Durchführungen [Elektrische Durchführungen]Thermoelementdurchführungen beinhalten immer Leiterpaare, wobei jedes Leiterpaar aufgrund des zugrunde liegenden Messprinzips (thermoelektrischer Effekt, auch „Seebeck-Effekt“) aus zwei unterschiedlichen Werkstoffen besteht. Die Kombination der Werkstoffe richtet sich nach den gängigen Thermoelementtypen, die an eine Thermoelementduchführung angeschlossen werden muss, z.B. Typ K, E, J, T, N, R/S, C. In Thermoelementen werden - abgestimmt auf verschiedene Einsatzbereiche - unedle und edle Metalle sowie Legierungen kombiniert. Typische Legierungen sind z.B. Alumel® (Nickel, Aluminium und Mangan), Chromel® (Nickel und Chrom) oder Konstantan® (Kupfer und Nickel).

Bei einigen Thermoelementdurchführungstypen wird nicht das eigentliche Thermoelementmaterial sondern sog. Ausgleichsmaterial („Kompensationsdraht“) verwendet. Ausgleichsmaterial zeichnet sich durch thermoelektrische Eigenschaften aus, die ideal an das zu ersetzende Thermoelementmaterial angepasst sind. Bei diesen Typen wird durch Fußnoten gesondert auf die Verwendung von Kompensationsdraht hingewiesen. Es sollte bei diesen Typen beachtet werden, dass die Temperatur an der Stelle des vakuumseitigen Anschlusses eines Thermoelementes 250°C nicht überschreiten sollte („max. Übergangstemperatur 250°C“).

Typische Leitermaterialpaare mit der zugehörigen Typenbezeichnung samt Einsatzbereich sind in der nachfolgenden Tabelle aufgelistet:

Thermoelement
(ANSI Bezeichnung)
Polarität Messbarer Temperaturbereich [°C]
T Kupfer
Konstantan
+
-
 -200 bis 350
K
Chromel®
Alumel®
+
-
-200 bis 1250
R/S Platin 13/10 % Rhodium*
Platin*
+
-
0 bis 1450
J Eisen
Konstantan
+
-
 0 bis 750
E
Chromel®
Konstantan
+
-
-200 bis 900
C** Wolfram 5 % Rhenium*
Wolfram 26 % Rhenium*
+
-
0 bis 2315
*es wird Kompensationsdraht verwendet; Tmax am Flansch 250 °C
**keine ANSI Bezeichnung

Thermoelementdurchführungen ermöglichen Temperaturmessungen in Vakuumprozessen. Dabei erfolgt die Temperaturmessung nicht direkt, sondern wird aus der Thermospannung errechnet, die mittels Thermolementdurchführungen aus der Kammer zu einem externen Messgerät geleitet werden kann.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Durchführungen für Thermoelemente der Typen K, C, J, E, N, T, R/S
  • Bis zu 10 Paare pro Durchführung
  • Unterschiedliche Anschlussmöglichkeiten je nach Typ
  • Kombination aus Thermoelement- und Stromdurchführung
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