Triaxial-Durchführungen

Triaxial-DurchführungenTriaxiale Leitungskomponenten sind für die Messung sehr schwacher Strom- oder Spannungssignale geeignet und z.T. notwendig. Zur Verwendung dieser Technologie im Vakuum bieten wir unseren Kunden nun eine Komplettlösung samt Triaxial-Vakuumdurchführung („Triax-Durchführung“) an. Das in sich abgestimmte System aus Triax-Durchführung, Push-Pull-Steckverbindern und Kabeln wurde in unserem Haus speziell für UHV-Anwendungen getestet und optimiert. Durch unsere langjährige Erfahrung in der Komponentenherstellung können wir Triax-Durchführungen sowohl in Standardflansche (KF/ ISO/ CF) als auch in Sonderflansche integrieren. Die extrem kompakte Bauweise der Durchführung erlaubt z.B. bis zu vier Triax-Durchführungen auf einem CF40-Flansch. Durch die Lagerhaltigkeit sind auch Sonderanfertigungen (z.B. Kombinationen mit anderen elektrischen oder optischen Durchführungen oder mit Komponenten) bereits in kurzer Zeit lieferbar.

Aufbau und Anwendung von Triax-Durchführungen

Ein Triaxialkabel – kurz „Triax-Kabel“ – ist eine Sonderform des Koaxialkabels. Es besteht aus drei konzentrischen Leiterbahnen, die durch Dielektrika elektrisch voneinander isoliert sind. Zwischen dem zentralen Innenleiter und dem Außenleiter (Schirmgeflecht wie beim Koaxialkabel) befindet sich der sogenannte Schutzschirm als zusätzliche Abschirmung. Mit Hilfe der Triax-Durchführung werden Innenleiter und Schutzschirm elektrisch isoliert durch die Kammerwand hindurchgeführt, während der Außenleiter elektrisch leitend mit der Kammerwand verbunden und somit geerdet ist.

Triaxial-Durchführung am FlanschIn der elektrischen Messtechnik können mit geeignetem Aufbau Ströme im Nano-Ampère-Bereich gemessen werden. Die dafür verwendete Technik wird auch als Schutzschirm-Technik bezeichnet. Dabei liegt die Potentialdifferenz zwischen Innenleiter und Schutzschirm auf annähernd Null. Somit werden Fehlerströme („Leckströme“) durch das dazwischenliegende Dielektrikum mit endlichem Isolationswiderstand weitgehend unterbunden. Der zusätzliche Schutzschirm vermindert zusätzlich den Rauschpegel, der durch externe elektromagnetische Störeinflüsse entstehen kann. Anspruchsvolle Messungen von schwachen Signalen werden damit enorm erleichtert.

Eine weitere Anwendung ergibt sich durch die Führung der Stromversorgung oder Erdung eines angeschlossenen Gerätes über einen der Schirme.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

  • Drei konzentrische Leiterbahnen
  • „Schutzschirm“ als zusätzliche Schirmung
  • 50 Ohm Kabel und Steckverbinder
  • Ausgasarm für den Einsatz im Ultrahochvakuum
  • Bewährtes Push-Pull-Verriegelungssystem

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