Laser-Schweißen

Laserschweißen

Laserschweißen
  • geringer, stark konzentrierter Energieeintrag in das Werkstück
  • Stumpfnähte, Überlappnähte oder Kehlnähte möglich
  • geringe bis keine Anlauffarben
  • mit und ohne Zusatzwerkstoff anwendbar (abhängig vom Werkstoff und der Schweißnahtvorbereitung)
  • Bleche ab 0,1 mm Dicke schweißbar
Für temperaturempfindliche und dünnwandige Bauteile wird das Laserschweißen eingesetzt. Durch die örtlich stark konzentrierte Wärmeeinbringung können der Bauteilverzug verringert und die Entstehung von Anlauffarben verhindert werden. Mit diesem Verfahren sind filigrane Schweißnähte an schwer zugänglichen Bauteilen herstellbar.

Für das Laserstrahlschweißen wird ein Lasermedium von außen mit Licht angeregt, Photonen einer definierten Wellenlänge gerichtet auszusenden und den Lichtstrahl somit zu verstärken. Das eingesetzte Lasermedium legt die Wellenlänge des Strahls fest, dessen Aggregatzustand definiert den Lasertyp. Man unterscheidet Festkörper-, Gas- und Farbstofflaser. Diese können kontinuierlich oder gepulst betrieben werden. Der erzeugte Strahl wird mit Hilfe einer Optik auf das Werkstück fokussiert und schmilzt auf Grund seines geringen Durchmessers von 0,2 mm nur eine sehr kleine Fläche auf. Dies erklärt die geringe Wärmeeinbringung beim Schweißen, die auch das Fügen temperaturempfindlicher Bauteile wie z. B. Durchführungen ermöglicht. Die eingebrachten Spannungen und der entstehende Verzug sind somit minimal. Auf Grund der kleinen Schmelzzone ist dieses Verfahren aber relativ empfindlich gegenüber Verunreinigungen im und am Werkstoff und erfordert eine spaltfreie Passung der zu fügenden Bauteile. Da im Vergleich zu den anderen Fügeverfahren nur ein schmaler Strahl als Werkzeug genutzt wird, kann dieser auch an Stellen schweißen, die für andere Verfahren unzugänglich sind.